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Zum Beheizen von Ein- und Mehrfamilienhäusern allein mit Holzpellets eignen sich Pelletzentralheizungen. Sie werden im Heizraum eines Gebäudes installiert. Der Handel bietet halb- und vollautomatische Pelletzentralheizungen an. Beide Heizungstypen unterscheiden sich lediglich in dem Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres Vorratsbehälters bzw. Lagerraums.

Vollautomatische Anlagen sind wahlweise über eine Förderschnecke oder eine Saugaustragung mit dem Lagerraum oder -tank verbunden, aus dem die Pellets vollautomatisch zum Heizkessel transportiert werden. Der Lagerraum ist im Idealfall so konzipiert, dass nur einmal im Jahr Pellets geliefert werden müssen. Da eine Beschickung von Hand hier entfällt, kann die vollautomatische Pelletzentralheizung in Sachen Bedienkomfort ohne weiteres mit herkömmlichen Ölheizungen konkurrieren. Bei modernen Geräten passt eine Mikroprozessorsteuerung die Menge der eingetragenen Pellets der Kesselleistung an. Lediglich die Entleerung der Aschebox – in der Heizsaison meist in monatlichen Abständen – erfolgt von Hand. Im Gegensatz zu den Pelletkaminöfen, bei denen die Abgabe von Strahlungs- und Konvektionswärme zur Beheizung des Wohnraumes erwünscht ist, sind Zentralheizungen zur Reduzierung von Abstrahlungsverlusten vollständig wärmegedämmt.

Für den Betrieb eines Holzpelletkessels ist ein Pufferspeicher nicht zwingend erforderlich, da dieser aufgrund der modulierenden Verbrennung (Leistungsregelung entsprechend dem Wärmebedarf) auch im Teillastbetrieb mit guten Wirkungsgraden betrieben werden kann. Ein Pufferspeicher erhöht jedoch den Komfort der Heizungsanlage und lässt eine besonders effiziente Energieausnutzung zu: Er reduziert die Zahl der Brennerstarts und lässt den Heizkessel immer im Volllastbetrieb laufen. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die Emissionen. Gerade für Gebäude mit einem niedrigen Wärmebedarf ist der Einbau eines Pufferspeichers empfehlenswert. So können die Wohnräume beispielsweise an weniger kalten Tagen mit einmaligem Heizen pro Tag auch noch mehrere Stunden nach Ausbrand des Kessels mit warmem Heizungswasser aus dem Pufferspeicher beheizt werden.
 
Der Heizraum sollte vorzugsweise an die Außenmauer des Gebäudes angrenzen, um eine direkte Belüftung zu gewährleisten (Verbrennungsluftversorgung des Pelletkessels). Ansonsten muss durch ein zusätzliches Lüftungsrohr zur Außenmauer für die notwendige Verbrennungsluftversorgung gesorgt werden.

Pelletkaminöfen und -zentralheizungen lassen sich mit einer Solaranlage kombinieren. Hierfür ist der Einbau eines Kombi-Pufferspeichers erforderlich. Er bildet die Schnittstelle zwischen Solaranlage und Heizung: Die Solarkollektoren übernehmen ganzjährig den Hauptteil der Wassererwärmung. Je nach Gebäude und Auslegung der Solaranlage wird so bis zu einem Drittel des Wärmebedarfs von der Sonne erzeugt. Liefert die Sonne nicht genug Energie, schaltet der Regler automatisch die Heizung an. Wer eine Pelletheizung mit einer Solaranlage verbindet, erhält zusätzlich zum Mindestförderbetrag von 3.500 Euro für die Pelletheizung (inkl. dem erforderlichen Pufferspeicher) und dem Förderbetrag für die Solaranlage einen regenerativen Kombinationsbonus in Höhe von 500 Euro.

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